Web-Doku
1 von 100 US-Amerikanern sitzt im Gefängnis.
Das heißt: Die USA sperren 1% ihrer Bevölkerung hinter Gittern.
Bei den Latinos ist es jeder fünfte.
Unter der farbigen Bevölkerung ist es jeder dritte.
In den USA ist der Strafvollzug ein boomender Wirtschaftssektor.
Diese Tatsache sollte sich jeder, der in das gelobte “Land of the free” auswandern möchte, vorher bewusst machen. *
Dieses und mehr erfährt man in der Arte-Doku http://prisonvalley.arte.tv/?lang=de
Prison Valley. Willkommen in Cañon City, Colorado.
Eine abgeschiedene Gegend mit 36.000 Seelen und 13 Gefängnissen, wie z. B. das «Supermax», das neue Alcatraz Amerikas. Eine Gefängnis-Stadt, in der selbst die, die draußen sind, drinnen leben. Ein Vorgeschmack dessen, wie die Welt von morgen aussehen könnte.
Ein Web-Dokumentarfilm von David Dufresne & Philippe Brault.
Diese Dokumentation ist zugleich ein wegweisendes Beispiel für ein neues Medienformat, welches Fernsehen, Film und Web verbindet.
*) Nimmt man die Zahl der auf Bewährung Entlassenen hinzu, kommen wir auf eine noch bestürzendere Zahl:
“Over 7.2 million persons on probation or parole or incarcerated in jail or prison at year-end 2006. ‘About 3.2% of the U.S. adult population, or 1 in every 31 adults, were incarcerated or on probation or parole at year-end 2006.’ ” (Wikipedia)
Die Definitionsmacht der Medien
Mediale Hyperventilation
Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher
“… War 2010 nicht ein einziges Krisenjahr, Euro am Ende, Staatsversagen, Bahnhofswut und islamistische Verdummung Deutschlands, ganz zu schweigen vom Klimawandel und den Chinesen?
Was ist Ihre größte Angst für die Zukunft, werde ich dann auch gefragt. Da fallt mir vor allem ein: Ich habe Angst vor den Medien. …
Die Medien in ihrer Definitionsmacht der Wirklichkeit schaffen es, immer mehr Menschen davon zu überzeugen dass
a) alles immer schlimmer werde
b) die Welt nicht mehr zu retten sei und
c) einem demnächst alles um die Ohren fliegen werde.
EU-Überwachungsprojekt Indect
“Indect“ steht für „Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung, Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung“ – allein schon dieser Satz könnte aus Orwells Roman stammen.
Ziel ist es, alle bisher zur Verfügung stehenden Überwachungstechnologien miteinander zu verknüpfen, diese zu perfektionieren und durch völlig neue Überwachungsmethoden zu erweitern.
Es beginnt mit flächendeckend eingesetzten Kameraüberwachungen in den Innenstädten. Neue Software soll in der Lage sein, Situationen, Gesichter und Mimiken zu erkennen und auszuwerten. Das bedeutet: Die Kamera erkennt, wer derjenige ist, der gerade über den Marktplatz geht und ob er gerade gut gelaunt ist, angespannt oder gar aggressiv und bald ein Verbrechen begehen könnte. Sie sind sauer über einen abgesprungenen Kunden und schon zoomen Ihnen in den nächsten Stunden die Kameras hinterher, weil Sie möglicherweise ein Verbrechen planen. Wer Sie sind erkennt die Überwachungssoftware auch wenn Sie noch nicht erkennungsdienstlich behandelt wurden, da ihr digitales Foto ja mit jedem Personalausweis gespeichert wird.
Doch nicht nur die bekannten stationären Kameras kommen zum Einsatz, sondern auch fliegende, unbemannte Kamera-Drohnen sind in der Entwicklung für den zivilen Bereich, die bislang aus den Afghanistan-Einsätzen bekannt sind. …
Das gesamte Internet, Ihr gesamter Email- und Chatverkehr wird auf Zusammenhänge und Kontaktpersonen gescannt. Jede Internetseite, die Sie aufrufen wird überwacht und registriert. Ihre Telefongespräche mitgeschnitten und auf Auffälligkeiten analysiert. Sämtliche erfassten Daten aus Internet, Telefon und Überwachungskameras so wie Ihr Bewegungsprofil, welches durch ihr GPS-Handy ständig mitgeschrieben wird, werden miteinander verknüpft und abgeglichen. Für den Fall, dass Sie etwas Unlauteres im Sinn haben könnten. Das ganze dient natürlich nur Ihrem Schutze.
3SAT – Big Bother 2.0 Das EU-Überwachungsprojekt Indect
20Min (SchweizerZeitung) 1. Bericht
20Min (Schweizer Zeitung) zum Thema Indect
Quelle: Dirk Müller




